Streit, Konflikt, Jona

Wie streiten?
Gar nicht? – Das ist eine Lüge!

Konflikte beherrschen unser Leben.
Immer, wo Menschen wirklich zusammenkommen.
Kein Mensch gleicht dem anderen,
alle sind einmalig und damit unterschiedlich.

Konflikte empfinden wir als negativ:
Sie belasten, drücken die Stimmung.
Konflikte können auch positiv sein.
Wenn Sie wirklich angegangen werden.
Und wenn keiner der Verlierer ist.

Wie aber streiten?
Wie wird aus dem Mist, den alltäglichen Kleinigkeiten, Gutes?
Wie wird die Sachebene gestärkt?
Wie die Beziehungsebene?

Es gibt fünf Konfliktstile

forcieren
Wer einen Streit forciert, will ihn auf jeden Fall gewinnen.
Ihm geht es um die Sache. Die Beziehungsebene ist ihm gleichgültig.

ausweichen
Ein Ausweichler kümmert sich weder um die Sache, noch um die Beziehung.
Er hält sich raus. Die Entscheidung treffen andere.

zudecken
Zudecker versuchen freundliche, harmonische Atmosphäre auf der Beziehungsebene zu erreichen.
Werden aber auf der Sachebene nicht aktiv.
Bringen die Sache nicht weiter. Das ist ganz nett im Augenblick – aber wer ‚ausweicht‘ und ‚zudeckt‘ streitet nicht, sondern entzieht sich dem Konflikt.

Kompromisse schließen
Alle stecken ein wenig zurück.
Es wird versucht auf der Sach- und auf der Beziehungsebene eine Verabredung zu treffen, mit der beide Seiten leben können.
Eine Grenze dafür ist:
Der Konflikt flammt bei der nächsten Gelegenheit wieder auf…
Faule Kompromisse werden geschlossen…

konfrontieren
Konfrontation heisst:
„Von Angesicht zu Angesicht“, „von Stirn zu Stirn“.
Jemanden die Stirn bieten.
Ein Problem offen und klar ansprechen,
dabei die eignen Gefühle mitteilen und die des anderen respektieren.
Etwas sehen, das der andere nicht sieht – und das sagen…

Warum erzähle ich Ihnen das?
Wegen dem Profeten Jona.
Jona ist der „Ausweicher“ im Alten Testament.
Seine Geschichte ist spannend.
Weil er sich anders verhält, als Gott es von ihm erwartet.
Weil er sich überfordert sieht, überall Grenzen sieht und ganz klein wird.
Weil er mit der Situation unzufrieden ist und wegläuft.
Weil andere ihm anmerken, dass mit ihm irgendwas nicht stimmt.
Weil sie für ihn eine Entscheidung treffen, die ihn an den Rand seiner Existenz bringt.
Weil er drei Tage in einem abgeschirmten Schutzraum lebt.
Weil er mit sich schwanger geht, bevor er die Entscheidung fällt.
Weil er diese dann konsequent duchzieht.
Und am Ende doch wieder zu Grübeln anfängt, als Gott anders handelt, als er er erwartet hat…

Ist das nur Jonas Geschichte?
Lesen Sie im AT nach und finden Sie sich in dieser Geschichte wieder.

 

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