Ramadan oder Fasten

Heute beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan. Der Ramadan ist eine vorgeschriebene Fastenzeit im 9. Monat des muslimischen Kalenders.
Das Fasten gilt als eine der fünf Säulen der muslimischen Frömmigkeit.
Zum Ramadan 2013 sandte Papst Franziskus den Muslimen eine Grußbotschaft, in der er zu einer Erziehung der Jugend beider Religionen zu gegenseitigem Respekt aufrief. Unfaire Kritik und Verleumdung seien überall zu vermeiden; man wisse, wie schmerzhaft dies für andere sei. So könne dauerhafte Freundschaft wachsen.
(te deum vom 16.05.2018)

In der letzten Zeit
begleite ich als Pator im Krankenhaus immer mehr auf muslimische Patienten, deren Leben und Erfahrungen mich bereichern.
Ich erlebe oft Solidarität, Zusammenhalt und Miteinander.
Die Muslime sind Mitglieder einer theistischen Religion und man kann von Ihnen lernen.

Zum Beispiel das Fasten:
Wo das Fasten bei uns Christen manchmal asketisch – verhärmt oder kognitiv – katechetisiert oder in Heilfastenzentren mit Glaubersalz praktiziert wird –
und nicht selten dem eignen Ego dient, ist es bei vielen Muslimen anders:Es führt zusammen, schenkt Gemeinschaft, ermöglicht Lebensqualität und Solidarität.

Horst Graebe schreibt in seinem Buch: Mehr vom Islam wissen:

 

Bruder Klaus – Feldkapelle

Foto: Thomas Meyer

Da baut einer in einem verlassenen Winkel ein Gotteshaus.

Dazu nimmt er ungefähr 112 ca. 14 Meter lange Fichtenstämme ohne Äste.
Formiert sie senkrecht – aufrecht, ganz eng nebeneinander. 

Rund um die tropfenförmig angeordnen Stämme fasst er diese nach und nach mit Stampf-Beton ein. Cirka. 20 cm breit wird die Mauer, die rund im die Stämme entseht. Schicht für Schicht wächst.

In unregelmäfigen Abständen legt er mauerbreite ca. 1 cm Durchmesser starke Metallröhrchen in dem Lehm, an allen Seiten und in allen Höhen der Wände.

So entstehen ca. 12 Meter hohe, von den Röhrchen durchbrochene  Wände, in deren Mitte die Baumstämme sind.

Oben bleibt der Bau offen.

Dann zündet er die Baumstämme an, köhlert sie – und trocknet die Lehmwände.
Nach einigen Tagen entsteht ein gebogener Innenraum; die Wände sind Abbilder der Stämme; die Atmosphäre ist unglaublich.

Dass, was gerade beschrieben wurde ist nicht ein Bau von sogenannten primitiven Kulturen, entstanden in grauer Vorzeit.
Gut zehn Jahre ist es her, dass der Schweizer Stararchitekt Peter Zumthor in der Nähe von Mechernich (Eifel) die Bruder Klaus Kapelle erbaut hat.
Ein Nebenprodukt von Kolumba, dem Kölner Diözesanmuseum.

Wenn Sie mal in Wachendorf vorbei kommen sollten, lohnt es sich, dieses Bauwerk aufzusuchen.
Dabei werden Sie vermutlich nasse oder schmutzige Füße bekommen.
Aber dann können Sie die Urtümlichkeit mit Händen greifen, den vergangenen Rauch riechen und lassen sich in diesem Gotteshaus nassregenen und denken:

Das ist es!

Scham 1 : Der Unterschied zwischen Schuld und Scham

Vor gut einem Monat habe ich den 9. Hammer Suchttag besucht.
Er wird jährlich von der Psychatrie des Marien-Hospitals Hamm durchgeführt und bringt unterschiedliche Menschen zusammen:
Betroffene, Therapeuten, Ärzte, Pflegende, Mitarbeiter von Einrichtungen und Interessierte.

Dieses Jahr stand er unter dem Motto: „Rückfälle“.
Es war faszinierend an den Erfahrungen der Anwesenden teil zu haben.
Ein Thema, dass immer wieder auftauchte, hat mich gepackt.

Es geht um das ‚Schämen‘, um die ‚Scham‘.
Sie beeinflusst so sehr das Leben von Menschen.

Der Freiburger Psychologe Stephan Marks hat dazu ein sehr lesenswertes Buch mit dem Titel ‚Scham‘ veröffentlicht.

Es ist Grundlage für einige Präsentationen, die ich hier immer mal wieder veröffentliche.

180504 Basic Scham Kopie